Die Kunst des Heuchelns

Gelegentlich finde ich es schwer, zu begründen, warum Optimismus in Hinblick auf die Chancen, eine neue Welt errichten zu können, nach wie vor angebracht erscheint. Zu absurd wirkt das Denken und Handeln derer, die es aus professionellen Gründen eigentlich besser wissen und können müssten.
Da sind nun drei deutsche Soldaten erschossen worden. Nicht – hoppla! – [...]

Das richtige Leben im falschen

Apropos Adornos Behauptung, es gäbe „kein richtiges Leben im falschen“: Freilich schmerzt es, wenn einem die tägliche Erfahrung die scheinbare Nutzlosigkeit noch der stärksten und edelsten Bemühungen um einen fundamentalen Wandel unserer Zivilisation zu einer nachhaltigen, kovergent und organismisch denkenden und handelnden Kultur des Genug vor Augen führt. Ich habe [...]

Stromen

stromen; ich strome, du stromst: ein Begriff, der die immaterielle Natur des Worts „schicken“ der Wirklichkeit näherbringen soll. „Ich schicke dir eine Mail“ – das klingt doch so, als würde nur die Essenz meiner Gedanken auf die Reise gehen, ein ganz und gar ätherischer Vorgang, körperlos, und beim Empfänger verdichtet sich [...]

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